Über die IGF

Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.

Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.

Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.

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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...

Aktuelles
Geförderte Projekte

Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.

Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

Service
FAQ

Mit Walzeninspektionssystem den Rezyklatanteil in Kunststofffolien erhöhen und prozesssicher verarbeiten

Infobox

Mit der EU-Verpackungsverordnung verfolgt Europa ambitionierte Ziele zur Förderung der Kunststoffkreislauf-wirtschaft. So werden in Deutschland jährlich rund 2 Mio. t Kunststofffolien für die Verpackungsindustrie hergestellt, wobei bis 2040 ein Post-Consumer-Rezyklatanteil von 65 % vorgesehen ist. Gleichzeitig stellt die steigende Nutzung von Rezyklaten die Industrie und vor allem KMU vor enorme Herausforderungen. Bei der Rezyklatverarbeitung in der Folienextrusion entstehen häufig Beläge auf den Kühlwalzenoberflächen. Die Ablagerungen auf den Kühlwalzen beeinträchtigen die Prozessstabilität und Produktqualität, was sich erheblich auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Ein Walzeninspektionssystem bietet vor allem der KMU-geprägten Folienindustrie die Möglichkeit, die maximale Anlagenproduktivität und Produktqualität bei der Rezyklatverarbeitung sicherzustellen.

Modell Kühlwalze

Kühlwalze mit Walzenbelag sowie vom Inspektionssystem erfasster Walzenbelag (links) und Inspektionssystem im Versuchsaufbau (rechts) © Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen

Die Lösung zur qualitätssicheren Rezyklatverarbeitung
 

Grundlage des optischen Inline-Inspektionssystems ist die Erfassung von Glanzveränderungen 
auf der Walzenoberfläche. Durch die komplexe Erfassung der Belagsbildung können zum einen Einflussgrößen auf das zeitliche Voranschreiten des Walzenbelags identifiziert und Vermeidungs-strategien abgeleitet werden. Zum anderen ist es möglich, materialabhängig wirtschaftlich sinnvolle Zeitpunkte zur Reinigung der Walze zu definieren. In Ergänzung wurde ein Walzenreinigungssystem entwickelt, welches zum definierten Zeitpunkt eine Reinigung der Walzenoberfläche vornimmt. Scale-Up-Versuche im industriellen Maßstab bei der SIKA Deutschland GmbH zeigten die Praxistauglichkeit des Systems als Retrofit in bestehenden Anlagen.

Das Projekt wurde im Rahmen des IGF-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund 
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. (Förderkennzeichen 21297 N).